Moikit Seed – immer den richtigen Pegel haben

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„Du musst mehr trinken, Kind!“ Wie oft habe ich den Satz schon gehört – egal ob nach dem Fußballspielen, nach einer wichtigen Klausur oder wenn ich einfach nur da saß – „du musst mehr trinken“ und wie oft habe ich die jeweilige Person verflucht, die mich immer wieder daran erinnert hat, dass ich etwas trinken soll. So sehr mich dieser Satz auch genervt hat, so ganz falsch war er nicht. Wasser ist ein essentieller Bestandteil des menschlichen Daseins. Es ist der Motor, der uns an unsere Grenzen bringt, ohne den wir nicht überleben können, der unsere Stimmung und Konzentration beeinflusst und der unseren Körper vor dem austrocknen schützt. Obwohl wir Menschen zu 80% aus Wasser bestehen ist es heutzutage so, dass 75% der Menschen chronisch dehydriert sind.

Das Startup Moikit aus Shenzhen in China hat sich auf die Fahne geschrieben, dem nun entgegenzuwirken und erfindet kurzerhand eine smarte Flasche, die den Besitzer per Smartphone daran erinnert, wann und wie viel er optimalerweise trinken soll. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in unserem Kurztest:

Moikit Seed

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Gestartet als Indiegogo-Kampagne hat die Idee der smarten Trinkflasche bereits kurz vor Ablauf das Kampagnen-Ziel erreicht und knapp US$600.000 eingenommen – 2900% des eigentlichen Zieles. Was sagt das aus? Entweder, dass viele „Backer“ das ansprechende und edle Design der Flasche im heimischen Wohnzimmer sehen wollten oder, dass (die wahrscheinlichere Variante) der Bedarf nach einer solchen „Smart Bottle“ hoch ist und Moikit das Teil genau im richtigen Moment im Markt positioniert hat – nicht erst seit Erscheinen der Smartwatches und Fitness-Trackern wissen wir, dass smarte Produkte im Gesundheitsbereich einen ganz großen Teil des Internet of Things ausmachen werden und bereits jetzt schon ausmachen. Da ist die mögliche Integration der getrackten Daten in bestehende Diensten und Produkte wie z.B. Apple’s „Health“ oder dem Jawbone UP nicht mehr verwunderlich.

Wie genau funktioniert „Seed“? 

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Im Prinzip ganz einfach: Moikit’s verwendet die einzigartige „Air-Elastic“-Technologie, die in den Sensor im Verschluss der Flasche eingebaut ist und die verbleibende Luft innerhalb der Flasche nach jedem Trinken misst. Wenn man eine Weile nichts getrunken hat, erinnert die Flasche einen durch leichtes Vibrieren und einer Erinnerung auf dem LED-Bildschirm daran, dass man entgegen aller guten Vorsätze doch bitte „zur Flaschen greifen“ soll.

Was kann „Seed“? 

Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwas skeptisch war und mich gefragt habe, was als nächstes kommen soll? Ein smarter Regenschirm? Allerdings muss ich mich korrigieren – die Flasche scheint wirklich genial zu sein:

Wasserkonsum tracken

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Seed tracked den Wasserkonsum bzw. das Level der Hydration und lädt diesen in Echtzeit in die kostenlose App oder in verbundene Fitness-Gadgets ein. Damit macht die smarte Flasche eine lückenlose Optimierung des Trainings- und Fitnesslevel möglich und hilft womöglich sogar Ärzten, anhand der Daten gewisse Krankheiten o.ä. auszuschließen.

Erinnert werden

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Der integrierte Algorithmus berechnet anhand verschiedener Werte, wie der Außentemperatur, der physischen Verfassung und wie aktiv man ist, wie viel Wasser man pro Tag benötigt und erstellt einen individuellen „Trinkplan“. Wie bereits erwähnt, wird man durch kleine Vibrationen im Deckel der Flasche ans Trinken erinnert.

Warnungen!

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Den Aspekt finde ich persönlich ganz interessant. Wie oft hat man im Sommer bei 30°C im Schatten die Flasche angesetzt, in der Hoffnung das erfrischendste Erlebnis seines Lebens zu haben und wurde bitterlich enttäuscht, weil das Wasser im Inneren der Flasche durch die Temperatur nicht nur abgestanden, sondern auch lauwarm war? „Seed“ kann sowohl die Temperatur, als auch die Qualität des Wassers tracken und warnt einen so vor dem Trinken vor. Toll!

Woraus besteht die Wunderflasche?

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Im Grunde gibt es nicht viel zu sagen – japanischer Edelstahl trifft auf innovative Kupfer-Einlage, die dank der Eigenschaften die Temperatur der Trinkflüssigkeit 30% länger warm hält. Ich persönlich kenne mich nicht sonderlich gut mit „in-Trinkflaschen-verwendeten Materialien aus, deshalb kann ich zu diesem Punkt nicht viel sagen, aber es hört sich auf jeden Fall sehr solide an.

Die App

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Wie bereits erwähnt, kann man den Wasserkonsum direkt in die kostenlose App für Android- und iOS-Geräte hochladen und diese dann mit anderen Apps und Geräten verbinden. Durch Gewichteingabe und Angabe des Aktivitätslevels lässt sich der Trinkplan noch weiter individualisieren und Erinnerungen über das Smartphone können selbstverständlich auch aktiviert werden. Das Frontend der App macht einen schicken Eindruck – sobald die Flasche da ist, wird die App geladen und ich berichte euch, ob sie wirklich das hergibt, was sie verspricht.

Fazit

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Die Hightech-Flasche gibt es in drei verschiedenen Größen und in 12 verschiedenen Farben zu kaufen. Zum Anfangspreis von US$44 für die kleinste Version wird man die Flasche leider nicht mehr bekommen, aber der Verkaufspreis wird nicht viel höher, vielleicht bei 60€ liegen, sobald „Seed“ in Massenproduktion geht. Die Batterie für den Deckel hält übrigens bis zu zwei Jahren, für Ersatz kann man auf der Webseite des Anbieters sorgen. Ich bin begeistert von der Idee und von der Umsetzung, gebe 4,5/5 Sternen und wünsche euch noch einen angenehmen Mittwoch Abend.

Habt ihr Fragen oder Anregungen für neue Produkttests? Lasst es uns in den Kommentaren wissen oder schaut mal auf unserer Facebook-Seite vorbei. Bald gibt’s da einige coole Gewinnspiele, die ich persönlich lieber nicht verpassen würde ;).

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