Die Neuheiten der CES 2016 – Withings Thermo

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Dass die CES im Berech der Unterhaltungselektronik in puncto Innovation ein ganz klarer Vorreiter unter den Messen ist, ist wohl kein Geheimnis. So hatten wir auch dieses Jahr die Chance hautnah dabei zu sein, als die neusten Ideen und Konzepte für weltbewegende Produkte vorgestellt wurden. Ein Unternehmen, das sich gerade eben dieses Mantra auf die Fahne geschrieben hat, ist das französische Unternehmen Withings. Angefangen hat das Unternehmen 2009 mit der WiFi Body Scale, einer schlauen Waage, die sowohl das Körpergewicht, als auch den Körperfettanteil (KFA) misst und anschließend auf einem Server des Unternehmens speichert, so dass man immer auf seine Daten zugreifen kann. Das Unternehmen ist vorwiegend im Bereich Smarthome und Internet of Things unterwegs und konnte sein Produktportfolio in den letzten Jahren um einige innovative Ideen, wie z.B. dem Withings Home, der Aura oder einem smarten Blutdruckgerät, erweitern. So war es nicht verwunderlich, dass Withings auf der diesjährigen CES eine neue Bombe platzen lies, für die es prompt mit dem CES Innovation Award ausgezeichnet wurde – dem Withings Thermo.

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Withings Thermo

Auf den ersten Blick wirkt das kleine weiße Ding mit dem grünen Deckel ziemlich unspektakulär. Zwar ist es schick designed, aber was genau ich damit anfangen soll, war mir auf den ersten Blick nicht klar. Bei näherem Betrachten wird einem allerdings klar, dass man da ein ziemlich ausgeklügeltes Stück Technik in der Hand hält, das das Leben wie wir es kennen ein Stück weit revolutionieren könnte. Das Thermo besticht nämlich nicht nur durch seine Einfachheit, sondern auf durch seine technischen Eigenschaften: 16 Sensoren, sorgen dafür, dass über 4000 Messungen in unter zwei Sekunden durchgeführt werden. Glaubst du nicht? Haben wir zuerst auch nicht, doch die von Withings patentierte HotSpot Sensor™ – Technologie nutzt einen speziellen Algorithmus, der sogar das Zusammenspiel von Raumtemperatur und Verlust von Körperwärme durch die Haut misst – und das in nur wenigen Sekunden. Ziemlich verrückte Technik also.

Das vernetzte Themometer

Withings wäre nicht Withings wäre das Thermometer nicht auf irgendeine Weise per WiFi mit dem Internet verbunden und so ist es auch: Man kann nicht nur individuelle Nutzer für das Thermo bestimmen, die Informationen werden auch automatisch mit dem Internet synchronisiert, sodass man ein „Gesundheitstagebuch“ vor sich liegen hat, sobald man die kostenlose App für iOS oder Android öffnet. Interessant ist es allemal, denn die App speichert die Temperatur nicht nur, sie erinnert einen auch daran, seine Temperatur regelmäßig zu messen und gibt bei Empfehlungen für Medikationen, falls es einem schlecht geht. Zudem lassen sich die Informationen mit dem Hausarzt teilen – und das mit nur einem Klick.

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Wie funktioniert das Themo?

Das Thermo ist super einfach zu bedienen – man hält es sich kurz an die Schläfe und drückt auf den einzigen Knopf. Anschließend wartet man die folgende Vibration ab, die ein Indikator für eine erfolgreiche Messung ist. Die Resultate gibt es unmittelbar auf dem Thermo selber zu sehen – dafür haben die Entwickler ein schickes weißes, fast unsichtbares, LED gezaubert, das die Werte entweder auf Wunsch in Celsius oder in Fahrenheit angibt. Der Clou: die Werte werden in verschiedenen Farben angezeigt: Grün für „Alles gut“, Gelb für „Vorsicht!“ und Rot für „Ab zum Doc!“

Das Gute ist, dass man den Thermo, im Vergleich zu anderen Smarthome-Produkten, nicht ständig laden muss. Zwei AA Batterien sorgen dafür, dass das Thermometer ohne Probleme bis zu zwei Jahre funktioniert.

Hygienisch und verlässlich

Es ist kein Geheimnis, dass ich schon seit längerer Zeit Fan der Withings-Produkte bin – und das aus einem einfachen Grund. Withings macht einfach gute Produkte, die halten was sie versprechen. Wer kennt das alte Thermometer aus den 80 – 90er Jahren noch, dass man sich unter die Zunge halten musste? Ich für meinen Teil, habe mir während der 30-sekündigen Wartezeit immer vorgestellt, wer das Thermometer wohl schon vor mir benutzt hat und habe mich gleich doppelt so schlecht gefühlt. Für Withings war das auch ein wichtiger Punkt und so reicht es sich das Thermo nur kurz an die Schläfe zu halten und schon erfährt man nicht nur zuverlässig seine eigene Körpertemperatur, sondern muss sich auch keine Sorgen mehr um Herpes machen.

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Fazit

Das Thermo hat nicht umsonst den CES Innovation Award in den Kategorien „Fitness & Biotech“ und „Tech for a better World“ abgestaubt. Das Thermometer kann einiges und setzt nahtlos an der Vision Withings an, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wir sind gespannt, wie das Thermo im deutsch-sprachigen Raum angenommen wird und was in Zukunft noch für Produkte von Withings folgen werden. Sobald wir mehr wissen, folgt natürlich noch ein umfassender Test. Achja – für 99€ lässt sich das Teil vorbestellen und lässt sich schätzungsweise noch im ersten Quartal 2016 an die Schläfe halten. Wir hatten die Chance das Teil schon mal in den Händen zu halten und werden definitiv zuschlagen. Was haltet ihr von dem Thermo? Heiße Luft oder Gamechanger? Lasst es uns wissen und checkt auch mal unsere Facebook-Page ab. Guten Start in die Woche!

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