Amazon Echo – The Next big Thing?

Amazon Echo

Hausautomatisierung spielt eine immer wichtigere Rolle in unserem Leben. Das haben auch die großen Unternehmen mitbekommen und so schickt Amazon mit dem „Echo“ eine zentrale Schnittstelle für Smarthome-Geräte ins Rennen, die Google mit ihrem Google Now und Apple mit ihrem HomeKit den Kampf ansagt.

Das Produkt

Der leuchtende Ring an der Oberseite des Echo's dient der Lautstärkeregelung.
Der leuchtende Ring an der Oberseite des Echo’s dient der Lautstärkeregelung.

Ausgestattet mit leistungsstarken Lautsprechern und Mikrofonen, kann Amazon’s Echo nicht nur Musik abspielen. Mit der neuen eingebauten Sprachsteuerung kann man nicht nur alle relevanten Informationen mit dem Codewort „Alexa“ oder „Amazon“ erfragen, wie man es beispielsweise schon von Apple’s Siri gewohnt ist, das Gerät hat auch eine eingebaute Weckfunktion. Beispiel: „Alexa, wie wird das Wetter morgen?“ oder „Alexa, was ist der höchste Berg der Schweiz?“ (Verweist dann auf Wikipedia)

Amazon setzt damit einen Meilenstein, doch wäre das nicht schon genug, dient das Gadget auch als zentrale Schnittstelle für andere Smarthome Geräte. Wie kürzlich seitens Amazon bestätigt wurde, lässt sich die neue Funktion zunächst mit den vernetzten LED-Leuchtmitteln der Hue-Reihe aus dem Hause Philips und mit den WLAN-Schaltsteckdose der WeMO-Serie von Belkin nutzen. Weitere Produkte dürften allerdings folgen.

Philips Hue & Belkins WeMoSmarthome der einzige Gedanke Amazons?

Die neue Technologie, die Amazon beim Echo nutzt, bietet viele Möglichkeiten, die einem das Leben leichter machen. Amazon ist jedoch nicht das Unternehmen, dass einen morgens weckt. Unter Berücksichtigung, dass Amazon eins der größten und weltweit erfolgreichsten Unternehmen ist, bleibt die Frage offen, was man mit Echo noch so alles anstellen kann.  Speziell der Gedanke, dass Amazon Vorreiter des One-Klick-Buys war, legt die Vermutung nahe, dass Amazon mit dem Echo zum No-Click-Buy übergeht. Technisch gesehen ist dies nur ein Patch entfernt und es wäre nicht nur innovativ sondern würde auch den Bestellprozess deutlich vereinfachen. Die Vorstellung, dass man neue Produkte ganz ohne die Benutzung des Computers oder Smartphones kauft, mag für viele noch unvorstellbar sein, doch derzeit sieht alles danach aus. In der Realität sieht das so aus:

Man putzt sich gerade die Zähne und bemerkt, dass die Zahnpasta leer ist: „Amazon, bestelle neue Colgate Zahnpasta!“ und innerhalb eines Tages wird die Zahnpasta mit Prime geliefert.

Spracheingabe als eine der intuitivsten Formen, sein Smart Home zu steuern, ist eine gute Sache. Die Schwierigkeit liegt darin, Hintergrundgeräusche zu filten und sicherzustellen, dass der Sprecher in allen Ecken des Hauses gut zu verstehen ist. Hardwaretechnisch steht Amazon mit Echo weit vorn.

Amazon Echo

Das neue Gadget von Amazon ruft jedoch auch Datenschützer auf den Plan: Das Echo lauscht permanent und verarbeitet die Sprachkommandos auf einem Amazon Server (vermutlich in den USA).

Fazit

Noch ist Amazon’s Echo nur in den USA erhältlich und es bedarf einer Einladung um sich das Produkt kaufen zu können. Der Kostenpunkt von 149$ für Prime Mitglieder und 199$ fällt nicht ins Gewicht und ist fair, wenn man vergleichbare Produkte betrachtet. Amazon hat genau die Balance gefunden, dem Verbraucher einen Mehrwert, durch die Einbindung von anderen Smarthome-Produkten und der Möglichkeit Musik abzuspielen (Gute WLAN-Lautsprecher liegen im selben Preissegment), zu schaffen und einen innovativen Ansatz des „No-Click Buys“ gefunden, der dem Unternehmen einen höheren Umsatz und eine stärkere Kundenbindung in Aussicht stellt. Für uns das Produkt der Woche!

1 Comment

  1. […] werden und Trainingsübungen sauberer auszuführen. “Nicht schlecht”, staune ich und frage mein Amazon Echo, wann die Kledung in Deutschland verfügbar sein wird. Nach dem Essen verschwindet Jonas zum Sport […]

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