Sense – Das Auge und das Ohr in deinem Zuhause

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Wir haben ja bereits von einigen smarten Kameras für das Eigenheim berichtet. Sei es die Welcome aus dem Hause Netatmo oder die kleine Home von Withings – beides sind qualitativ hochwertige Kameras, die das eigene Smarthome sicherer machen und einem, egal wo man gerade ist, ein bisschen das Gefühl zuhause zu sein geben. Mit einer Kickstarter-Kampagne hat das in Kalifornien ansässige und vom Ex-CTO von Mozilla gegründete Unternehmen Silk Labs nun auf sich aufmerksam gemacht und binnen kürzester Zeit knapp US165.000$ eingesammelt um ihre smarte Kamera Sense zu produzieren. Wir haben uns die Kamera, die gleichzeitig auch Docking Station für ganz viele andere smarte Geräte ist und für die Sicherheit das oberste Gebot ist, mal näher angeschaut: 

Sense – das ist sinnlich, das ist leidenschaftlich und das ist wunderschön. Mit diesen Adjektiven würde ich ein Produkt, das den Namen Sense trägt, beschreiben. In der Tat muss ich zugeben, dass sich das Aussehen der Kamera schon deutlich von den bekannten, üblichen Formen unterscheidet – geschwungene Formen aus einem karbon-artigen Material, in denen die Kamera eingefasst ist, kombiniert mit edlem Holz, das als Sockel und als Stütze für die Kamera fungiert. Kein Wunder, dass mir das Teil so gut gefällt – das Design hat kein geringerer als Stardesigner Elliott Koehler übernommen, der schon etliche Produkte designed hat und auch fester Teil des Teams ist.

Was ist Sense?

Wie bereits erwähnt – Sense ist eine wunderschöne smarte Kamera, mit der du sehen kannst, was gerade bei dir zuhause passiert. Dabei hat das Team rund um Silk Labs allerdings etwas weiter gedacht und einige Features mit eingebaut, die der Kamera einen zusätzlichen Mehrwert geben:

Sicherheit

Sicherheit ist mitunter ein wichtiger Aspekt bei smarten und mit dem Netzwerk verbundenen Geräten. Durch die einzigartig verschlüsselte Verbindung der Kamera zu der Sense-App auf deinem Smartphone ist es keiner anderen Person möglich die Kamera zu hacken. Dabei setzt das Team von Silk Labs, anders als viele andere Anbieter, auf lokales Speichern und lokales Ausführen der App und nutzt somit die Möglichkeit eine intelligentere und nützlichere Erfahrung für alle verbundenen Geräte zu schaffen, in der die Geräte automatisch immer besser aufeinander abgestimmt werden können. Durch die One-Touch-Installation und der Verbindung mit Bluetooth LE werden die geheimen Sicherheitsschlüssel nur zwischen dem Smartphone und dem Sense ausgetauscht – somit ist es unmöglich für Außenstehende diese Verbindung zu hacken.

Docking Station für andere Smarthome-Produkte

Sense merkt wer zuhause ist und lernt die Vorlieben der anwesenden Personen und kann so z.B. automatisch das Licht oder die Musik anschalten oder – gerade in den kalten Wintertagen optimal – die Heizung schon mal aufdrehen. Dabei achtet Sense darauf, dass man auch wirklich anwesend ist und schaltet die Geräte oder Funktionen bei Abwesenheit automatisch ab – wie schön, wenn man sich nie wieder Gedanken darum machen muss, ob man den Herd angelassen hat.

Bislang ist Sense mit verschiedenen Smarthome-Lösungen wie dem Lichtsystem Hue von Philips und LIFX, Sound Systemen von Sonos und Google’s Nest kompatibel – es sollen aber noch weitere folgen.

Die Kamera mit Wiedererkennungswert

Zu wissen, wann die Kinder nachhause kommen oder was der Partner gerade so macht – eine schöne Vorstellung. Dank der verwendeten Gesichtserkennungssoftware von Sense, weiß man nicht nur, wann jemand zuhause ist, sondern auch wer und wie lange. Falls es mal dazu kommt, dass der Kamera ein Gesicht nicht bekannt vorkommt, schickt es eine Benachrichtigung an den Besitzer, mit der Bitte die Person zu identifizieren. Sollte die Person einem nicht bekannt vorkommen und man ist gerade im Italien-Urlaub mit der Familie, während man sieht, wie es sich die andere Person auf der Wohnzimmercouch gemütlich macht, ist es höchste Zeit die örtliche Polizei zu informieren.

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Wichtige Benachrichtigungen erhalten

Wo wir auch beim Thema Sicherheit sind. Dadurch, dass Sense pausenlos dazulernt, ist das Gadget auch in der Lage ungewohnte Bewegungen oder Sounds herauszufiltern oder unbekannte Gesichter zu identifizieren. Je nach Sicherheitseinstellung bekommt man dann eine Benachrichtigung auf sein Smartphone. Verifiziert man den Sound oder die Person lernt Sense wieder etwas dazu!

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Freie Hand für Entwickler

Sense wächst durch Interaktion. Je mehr man mit der Kamera interagiert, desto mehr lernt die Kamera auch und je mehr kann man Sense auf seine eigenen individuellen Wünsche zuschneiden. Zudem bietet SilkLabs die Möglichkeit für Entwickler ihre eigenen Apps OpenSource zu bauen und anzubieten – somit kann jeder seine eigene individualisierte App bauen, die dann beispielsweise das Verhalten des Hauskaters misst und analysiert oder die dir mitteilt, wie der Schlaf deines Baby’s ist – der Grenzen der Phantasie sind dabei im Silk App-Ökosystem keine Grenzen gesetzt.

Setup and Sicherheit

Die Installation dauert ewig und ist super kompliziert … Ne, Spaß beiseite – durch das One-Touch Secure-Setup geht alles super schnell: Einfach den Stecker in die Steckdose, die App starten und Sense mit deinem Smartphone anstupsen (ob das wirklich so funktioniert?). Laut dem Entwickler sollte Sense sich dann innerhalb von wenigen Sekunden mit deinem Smartphone verbinden und eine Ende-zu-Ende- Verschlüsselung aufgebaut haben, so dass nur du die Videos von deinem zuhause siehst.

Fazit

Sense ist das erste Produkt von SilkLabs und setzt damit den Grundstein für ein sehr vielversprechendes Projekt einer Plattform für smarte Geräte, die sehr viel Potential bietet. Das Team hinter dem Produkt verfügt jedenfalls über die nötige Expertise um etwas Großes zu schaffen. Mir persönlich gefällt die Idee der lokalen Datenverarbeitung und der Resposiveness und dem Lernvermögen der Geräte. Gerade in Zeiten in denen Datenschutz eine große Rolle spielt und eine noch viel größere Rolle in der Zukunft einnehmen wird, wirft SilkLabs dieses Produkt auf den Markt und nutzt den Trend optimal für ihre Zwecke aus. Für mich persönlich ist es eins der Top-Produkte des Jahres und ich bin gespannt, was in Zukunft noch kommen wird.

D.

Apropos, wenn ihr Lust auf ein Gewinnspiel habt, dann würde ich an eurer Stelle mal auf unserer Facebook-Seite vorbeischauen. Wir haben uns was nettes mit den Jungs & Mädels von Netatmo ausgedacht 😉

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