Tempescope – The Sky is the Limit war gestern

Tempescope

Wer mag es nicht: Draußen stürmt es, der Regen prasselt gegen das Fenster und man verbringt den Nachmittag mit einem guten Buch in seinem Lieblingssessel oder auf der Couch und lässt die Welt, die Welt sein – ein schöner Gedanke. Allerdings meist problematisch, wenn das Wetter draußen nicht mitspielt und man sich bei 30° im Schatten fragt, wo man die nächstgelegene Möglichkeit zum Eisbaden hat. Wie gut, dass wir uns zum jetzigen Zeitpunkt bei den Temperaturen keine Sorgen darüber machen brauchen, allerdings hat sich das Team um Ken Kawamoto vermutlich genau die Frage gestellt, wie man das Gefühl erschaffen kann, dass an einen gemütlichen Nachmittag erinnert und kurzerhand das Tempescope für euer Smarthome entwickelt.

Tempescope

Tempescope – was ist das?

Der Tempescope ist quasi eine Produkt-gewordene Wetter-App, ein Display, das einem bevor man aus dem Fenster geschaut hat zeigt, wie das Wetter draußen oder an einem beliebigen Ort der Erde aussieht. Dabei kann es bis zu vier verschiedene Wettersituationen nachstellen: Regen, Wolken, Gewitter und Sonnenschein. Dabei setzten die Entwickler, ähnlich wie die des Pillow Talk’s, darauf, dass man sich seinen Liebsten näher fühlt, wenn man das gleiche Umfeld miteinander teilt.

Interessant ist, dass die Indiegogo – Kampagne des Tempescope mit 280,198$ nur 70% des eigentlichen Zieles erreicht hat und diese somit als unvollständig gilt. Die Entwickler befinden sich allerdings in Gesprächen mit Zulieferern und Produzenten, um einen Weg zu finden, den Tempescope doch noch in Massenproduktion zu geben. Ken Kawamoto hat vorher jedoch das getan, was vermutlich sonst kein Unternehmer tun würde, der gerade versucht ein Produkt auf dem Markt zu positionieren: er hat die Anleitung zum Bau seines eigenen Tempescope auf Github hochgeladen – kostenlos. Falls ihr interessiert seid euch euer komplett eigenen Temescope zu bauen, erfahrt ihr hier, wie das geht.

Die App ist ebenfalls einen Blick wert und besteht aus drei Funktionen:

Wettervorhersage – Modus: Während des Tages zeigt das Tempescope die Vorhersage eines bestimmten Zeitraumes an, beispielsweise den nächsten Tag – so weiß man immer genau, was man anziehen muss.

„Sky sync“ – Modus: Nach dem Einstellen einer Location innerhalb der App, synchronisiert sich das Tempescope automatisch mit dem Smartphone und zeigt das dortige Wetter an.

Individueller Modus: Selbstverständlich lässt sich auch komplett individuell und unabhängig entscheiden, welches Wetter man in seinem Wohn- oder Schlafzimmer sehen möchte.

Tempescope-Ambient-Weather-Display

Fazit

Meiner Meinung nach ist es ein cooles Gadget, das einen Raum aufwerten kann. Schade ist im Endeffekt, dass es bisher noch nicht in Massenproduktion ging und man deshalb nicht mit Gewissheit sagen kann, wie und ob es zu 100% funktioniert. Der Preis von $199 ist berechtigt, bedenkt man die Entwicklungszeit und die Idee an sich, allerdings auch schwierig zu vertreten, wenn man in die Überlegung miteinbezieht, dass das Tempescope nur vier verschieden „Wetterzustände“ und es ein rein ästhetisches Produkt ist – für $199 bekommt man z.B. schon die smarte Wetterstation von Netatmo, mit der man die Luftqualität in den eigenen vier Wänden messen und überwachen kann, aber es ist alles eine Frage des Geschmacks. Wie immer.

Was ist euch wichtiger Funktionalität oder Ästhetik? Würdet ihr euch einen Tempescope anschaffen?

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